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Napoleon als Kaiser

Napoleon Bonaparte als Kaiser der Franzosen

In einer Volksabstimmung wurde Napoleon die Kaiserwürde angetragen. Er lehnte dies natürlich nicht ab, sondern krönte sich selbst zum Kaiser der Franzosen. Dies geschah am 2. Dezember des Jahres 1804 in der Kathedrale Notre Dame de Paris. Papst Pius VII. wohnte der Zeremonie bei. Mit dem Kaisertitel signalisierte er den Anspruch auf eine Neugestaltung Europas. Die außenpolitischen Beziehungen verbesserten sich nicht.

Kriege gegen Russland und Preußen

Russland und Preußen hatten ein geheimes Bündnis gegen Frankreich geschlossen. Napoleon hatte die Rheingebiete besetzt und war so im außenpolitischen Streit mit Preußen geraten. Nun wurde er aufgefordert, seine Truppen aus den rheinischen Gebieten abzuziehen. Für Napoleon war dies eine Kriegserklärung. Napoleon startete mit seinen Truppen daraufhin Richtung Berlin, in die preußische Hauptstadt vor. 1806 schließlich kam es zur berühmten Schlacht bei Jena und Auerstedt. Die preußischen Truppen mussten dabei eine herbe Niederlage einstecken. Da Preußen im Bündnis mit Russland war, kämpften sie weiter mit Hilfe der russischen Truppen. Die russische Armee war groß und dem napoleonischen Heer wurden hier erstmals die Grenzen aufgezeigt.

Russlandfeldzug

Napoleon hatte gegen England die Kontinentalsperre verhängt, was schon im Jahr 1806 beschlossen und es wurde eine Wirtschaftsblockade gegen England verhängt, um diese wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Zar Alexander I. wollte sich jedoch Ende 1810 nicht mehr daran beteiligen. Wirtschaftliche Gründe gaben hier den Ausschlag. Napoleon hielt die Kontinentalsperre aber weiterhin für ein probates Mittel, England zu schädigen und so verschlechterten sich durch diese Auseinandersetzung die Beziehungen zwischen Frankreich und Russland immer weiter. Dies führte schließlich soweit, dass Napoleon nun einen Russlandfeldzug vorbereitete. Sowohl die Rheinbundstaaten, als auch Österreich und Preußen mussten hierfür Truppen zur Verfügung stellen. Einzig Schweden ging ein Bündnis mit Russland ein. Mit 675.000 Mann zog die Grande Armée schließlich los. Napoleon wollte wieder mit Blitzfeldzügen den Sieg für sich beanspruchen. Allerdings hatte er die Weite des Landes nicht bedacht und so konnten die russischen Truppen zurückweichen. Diese betrieben außerdem eine Taktik der verbrannten Erde, so dass sich die napoleonischen Truppen nicht mit den Erzeugnissen des Landes versorgen konnten. Die Grande Armée schaffte es trotzdem, wenn auch reichlich geschwächt, nach Moskau vorzudringen. Allerdings wurde die Stadt von den Russen selbst in Brand gesetzt. Da der Zar Verhandlungen immer wieder ablehnte und die Soldaten an Hunger, Krankheiten, Kälte und Schnee litten, gab Napoleon schließlich den Befehl zum Abmarsch. Der Russlandfeldzug war gescheitert. Von 675.000 gestarteten Soldaten kamen nur 18.000 zurück in die Heimat.