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Napoleon und die Revolution

Napoléon Bonaparte diente zur Zeit der Revolution in der französischen Armee. Generell stand er der Revolution positiv gegenüber, sah er doch darin die Chance einer Befreiung Korsikas. Napoleon kehrte im Herbst des Revolutionsjahres zurück nach Korsika. Auch sein Vorbild, Pascal Paoli, konnte nun wieder aus seinem Englandexil zurückkehren. Allerdings war dieser misstrauisch gegenüber Napoléon, der nun zusammen mit seinem Bruder in Ajaccio politisch tätig war. Nach zwei Jahren dieser Aktivitäten kehrte er schließlich in sein altes Regiment zurück. Er trat dem Jakobinerclub bei und erklärte sich auf diese Art zum Republikaner. Allerdings beendete er seinen Truppenaufenthalt schon einige Monate später und kehrte nach Korsika zurück, wo er mit Hilfe von Wahlmanipulation zum Führer der Nationalgarde aufstieg. Im Jahre 1792 wurde er aus der Armee entlassen. Grund hierfür waren seine Handlungen auf Korsika, bei denen seine Truppe in blutige Unruhen verwickelt war. Außerdem überschritt er seinen Urlaub. Allerdings wollte er dies nicht hinnehmen und reiste nach Paris, um seine Wiedereinstellung zu erzielen. Er schaffte es auch, allerdings nur, weil die Armee an Offiziersmangel litt. Dennoch kehrte er bald nach Korsika zurück, doch nachdem Paoli verhaftet wurde, und Lucien Bonaparte sich rühmte, dass seine Familie einen großen Anteil daran hatte, blieb ihnen nichts übrig, als ins Exil zu gehen. Dies bedeutet für ihn, dass er wieder zurück zu seiner Truppe ging. Die war mittlerweile in Südfrankreich stationiert. Napoléon begann nun, sich stärker politisch im "neuen" Frankreich zu engagieren. So bekannte er sich zum neuen Regime und verfasste sogar eine Schrift, in der er seine politische Position niederschrieb. So wurde der Bruder Robespierres, Augustin Robespierre, schließlich auf ihn aufmerksam und ließ Napoleons Schrift drucken. Auch in der Armee stiege er auf und so wurde ihm schließlich das Kommando über die Artillerie der Italienarmee übertragen. Diese war in Nizza aufgestellt. Was seine politische Nähe zu Robespierre anging, musste er einige Rückschläge verkraften, denn nach dem die Jakobinerherrschaft gestürzt wurde, musste er zeitweise sogar ins Gefängnis. Außerdem verlor er auch noch sein Kommando. Napoleon versuchte nach diesen Rückschlägen natürlich seine politische Karriere zu retten. Aus diesem Grund fuhr er nach Paris und versuchte, bei den neuen Machthabern, in diesem Fall Paul des Barras, anzuheuern. Barras wurde Oberbefehlshaber der Armee des Inneren. Allerdings fehlten ihm militärische Kenntnisse, die er dank Napoleons Hilfe an seiner Seite hatte. Durch seine neuen Kontakte hatte er nun die neuen Machthaber in seinem Umfeld, durch die er auch seine zukünftige Frau, Joséphine, kennen lernte. Diese heiratete er am 9. März 1796.