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Die Verbannung Napoleons

Mit seinem Wohnsitz auf Elba wollte er sich nicht abfinden und versuchte so abermals, die Macht an sich zu reisen. Es gelang ihm, im Jahr 1815 die allgemeine Unzufriedenheit in Frankreich zu nutzen, denn er kehrte nach Paris zurück und die königlichen Soldaten, die ihn eigentlich aufhalten sollte, liefen zu ihm über. Der Wiener Kongress, der in diesen Tagen tagte und über die Neuordnung Europas beriet, beschloss nach den Neuigkeiten ein militärisches Eingreifen. Zunächst war jedoch Napoleon bei Charleroi erfolgreich, denn ihm gelang es, einen Keil zwischen die britischen und preußischen Truppen zu treiben. Aber am 18. Juni trat er gegen die alliierte Armee nahe dem belgischen Ort Waterloo an und hier verlor er. Seine so genannte Herrschaft der hundert Tage war damit wieder beendet. Die Alliierten beschlossen daraufhin, ihn nach St. Helena zu verbannen. Die Illusion eines kaiserlichen Hofstaates konnte er hier aufrechterhalten. Zudem schrieb er seine Memoiren. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich in den folgenden Jahren immer mehr und schließlich starb er am 5. Mai 1821. Sein Leichnam wurde in einem vierfachen Sarg beigesetzt. Laut Experten war er an Magenkrebs gestorben. 1840 brachte man seinen Sarg zurück nach Frankreich, wo er schließlich im Invalidendom aufgestellt wurde. Dort kann man ihn noch heute sehen.